Past Futures – Future Pasts

Räume der Erinnerung – Zeiten – Möglichkeiten

»Die Zukunft tritt in uns ein, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht.«

Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter, 1904

Vergangenheit ist nicht abgeschlossen. Sie wirkt fort – in Erzählungen, Bildern, Architekturen, Routinen und Konflikten. Zukunft ist nicht abstrakt. Sie wird imaginiert, narrativ entworfen und durch konkrete Handlungen vorbereitet – und gründet zugleich auf dem, was bleibt, erinnert oder bewusst ausgeblendet wird.

Im Kurs untersuchen wir das Spannungsfeld zwischen Geschichte, Erinnerung und zukünftigen Möglichkeiten. Wir fragen: Was bleibt? Was wird aktiviert, transformiert oder neu gelesen? Welche Zukünfte waren in vergangenen Momenten angelegt – und welche Vergangenheit produzieren wir heute für morgen?

Für Ihr Projekt wählen Sie Ihren eigenen thematischen Ausgangspunkt – ob historische Recherche, übersehene Geschichten, Archivmaterial oder das persönliche Erfahrungsumfeld. Der öffentliche Raum bietet sich als ein mögliches Arbeitsfeld an, in dem sich kollektive wie individuelle Gedächtnisse einschreiben – ebenso kann das private Umfeld Ausgangspunkt sein. Das gestalterische Konzept hilft dabei, Vergangenheit und Zukunft auszuhandeln.

Die Ergebnisse können als partizipative Intervention, räumliche Installation, hybrides oder multimediales Format realisiert werden. Die Wahl der Medien und gestalterischen Techniken ist frei.

Das Begleitprogramm ist integraler Bestandteil des Kurses: Stadtspaziergänge, Austausch mit Archiven und Inputs zu Stadtsoziologie sowie Erinnerungskultur werden gezielt mit den Projektprozessen verknüpft. Eine Exkursion zu Museen und Ausstellungen in München gibt Gelegenheit, neue Perspektiven auf das Verhältnis von Raum, Zeit und Erinnerung zu gewinnen

 

Fragen zum Kurs werden gerne am 10.3.26 von 14:00–14:45 Uhr beantwortet
https://thws-de.zoom-x.de/j/66390195189?pwd=PBFDbhefwMuaQ0SszXuraPK0U5D3G7.1

Meeting-ID: 663 9019 5189
Kenncode: 602155