Real Body
Gegenvorschlag zur Normierung der Schönheit
Ziel des Workshops ist es live-size Figurinen herzustellen, die zur Präsentation von Körperhüllen gebraucht werden können. Die realen Körperformen werden das Konzept der Normschönheit in Frage stellen und der Vielfalt Raum geben. Erstmal wird der eigene Körper vermasst, um daran einen Torso zu entwickeln, der dann auch übertrieben, überformt oder dekonstruiert werden kann. Das Diktat des „Body Mass Index“ wird hier hinterfragt, und untersucht, wie sich Körperformideale durch die Dekaden verändert haben. Von dieser Kunstform wird eine Oberfläche abgeformt und in eine Schnittabwicklung übertragen. Die entstandene Büste wird ausgestopft und auf einen Metallständer gesetzt. Varianten in der Herstellung eines Torsos können erprobt werden. Über die analoge Herstellung dieser „Schneiderpuppen“ werden Themen der Normierung, Diskriminierung und Marginalisierung von Körperlichkeit diskutiert.